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IREB CPRE Foundation Level Flashcards

Ein kompakter Überblick über die Grundlagen des Requirements Engineering nach IREB CPRE Foundation Level.

20 Karten~7 Min.
IREB CPRE Foundation Level Flashcards — Qwi
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1What is Requirements Engineering (RE)?
Antwort

A systematic, disciplined approach to specify and manage requirements

It aims to understand stakeholder needs and identify risks early in the project.
2Stakeholder = {{Individuum oder Organisation}} with (direct or indirect) influence on system requirements.
Antwort

Individuum oder Organisation

3Functional requirements describe a system's quality attributes.
Antwort

False

Functional requirements specify functions a system must provide, while quality attributes are non‑functional.
4Difference between functional and non‑functional requirements?
Antwort

Functional → describe system behavior | Non‑functional → describe quality attributes

Functional focuses on what the system does; non‑functional focuses on how well it performs.
5How is the value of a requirement calculated?
Antwort

Benefit minus cost

Benefit reflects stakeholder satisfaction; cost includes specification, validation, and implementation effort.
6The RE process should ignore stakeholder conflicts to speed up development.
Antwort

False

Stakeholder management, including conflict resolution, is a core RE activity.
7How do shared understanding and context differ in RE?
Antwort

Shared understanding → agreement on requirements | Context → environment surrounding the system

Shared understanding ensures all parties interpret requirements similarly; context defines system boundaries and external factors.
8When does validation of requirements start in RE?
Antwort

At the beginning of RE

Validation checks if stakeholder needs are met and begins early to reduce risk.
9The four main RE activities are Ermitteln, Dokumentieren, {{Prüfen und Abstimmen}}, Verwalten.
Antwort

Prüfen und Abstimmen

10What are the primary tasks of a Requirements Engineer?
Antwort

Elicit, document, validate, and manage requirements

They also define RE processes and bridge problem and solution domains.
11In the Waterfall model, RE activities occur throughout the project.
Antwort

False

In Waterfall, RE is performed mainly at the project start.
12Agile methods involve high volatility of requirements.
Antwort

True

Agile approaches keep the customer closely involved to handle changing needs.
13Name three quality attributes that must be explicitly documented for requirements.
Antwort

Efficiency, security, reliability

Other attributes include usability, maintainability, portability, and compatibility.
14A common problem with natural language requirements is {{Mehrdeutigkeit}}.
Antwort

Mehrdeutigkeit

15Transformations of natural language requirements never cause information loss.
Antwort

False

Transformations can introduce gaps, leading to incomplete or misinterpreted requirements.
16Benefit of using sentence templates over free‑text requirements?
Antwort

Templates → reduce ambiguity | Free‑text → more flexible

Templates enforce structure, aiding clarity; free text allows expressive detail but risks inconsistency.
17What is the structure of a User Story template?
Antwort

As I want so that

It captures role, need, and value in a concise format.
18Maintaining {{Traceability}} between work products ensures consistency.
Antwort

Traceability

19Requirements should be repeated verbatim across multiple documents to ensure visibility.
Antwort

False

Guidelines advise avoiding redundancy and referencing instead.
20Difference between short‑lived and long‑lived work products?
Antwort

Short‑lived → communication, quick feedback | Long‑lived → baselines, version control

Short‑lived are transient; long‑lived are maintained for release and traceability.

Einführung in das Requirements Engineering (RE)

Requirements Engineering (RE) ist ein systematischer, disziplinierter Ansatz zur Spezifikation und Verwaltung von Anforderungen. Ziel ist es, die Bedürfnisse der Stakeholder zu verstehen und Risiken bereits zu Beginn eines Projekts zu identifizieren.

Stakeholder

Ein Stakeholder ist ein Individuum oder eine Organisation, die (direkt oder indirekt) Einfluss auf die Systemanforderungen hat. Jeder, der das Ergebnis des Systems beeinflussen kann, muss in den RE‑Prozess einbezogen werden.

Grundlegende RE‑Aktivitäten

Die vier Hauptaktivitäten des RE sind:

  • Ermitteln
  • Dokumentieren
  • Prüfen und Abstimmen
  • Verwalten

Aufgaben eines Requirements Engineers

Ein Requirements Engineer führt vier zentrale Aufgaben aus:

  1. Elicitation (Erhebung) – Anforderungen von Stakeholdern erfassen.
  2. Documentation (Dokumentation) – Anforderungen klar und eindeutig festhalten.
  3. Validation (Validierung) – Prüfen, ob die Anforderungen die Stakeholder‑Bedürfnisse erfüllen.
  4. Management (Verwaltung) – Änderungen verfolgen, Versionen kontrollieren und Traceability sicherstellen.

Zusätzlich definiert er RE‑Prozesse und überbrückt die Lücke zwischen Problem‑ und Lösungsraum.

Arten von Anforderungen

Im RE wird zwischen funktionalen und nicht‑funktionalen (qualitativen) Anforderungen unterschieden.

TypBeschreibung
FunktionalBeschreibt das Verhalten des Systems – was es tun muss.
Nicht‑funktionalBeschreibt Qualitätsattribute – wie gut das System seine Aufgaben erfüllt.

Ein häufiges Missverständnis ist, dass funktionale Anforderungen Qualitätsattribute beschreiben; das ist falsch.

Beispiele für Qualitätsattribute

Mindestens drei Qualitätsattribute sollten explizit dokumentiert werden, z. B.:

  • Effizienz
  • Sicherheit
  • Zuverlässigkeit

Weitere mögliche Attribute sind Usability, Maintainability, Portability und Compatibility.

Wertberechnung von Anforderungen

Der Wert einer Anforderung wird als Nutzen minus Kosten berechnet. Der Nutzen spiegelt die Zufriedenheit der Stakeholder wider, während die Kosten den Aufwand für Spezifikation, Validierung und Implementierung umfassen.

Validierung und Kontext

Die Validierung von Anforderungen beginnt bereits zu Beginn des RE‑Prozesses. Sie prüft, ob die ermittelten Anforderungen die tatsächlichen Bedürfnisse der Stakeholder erfüllen und reduziert so das Risiko von Fehlentwicklungen.

Ein gemeinsames Verständnis bedeutet, dass alle Beteiligten die Anforderungen gleich interpretieren. Der Kontext hingegen beschreibt das Umfeld, in dem das System operiert, und definiert Grenzen sowie externe Einflüsse.

Methoden und Modelle

Im Wasserfallmodell finden RE‑Aktivitäten hauptsächlich zu Projektbeginn statt, nicht über den gesamten Projektverlauf. Das ist ein häufiger Irrtum.

Agile Methoden hingegen gehen von einer hohen Volatilität der Anforderungen aus. Der Kunde bleibt eng eingebunden, um Änderungen schnell zu adressieren.

User Stories

Ein verbreitetes Format für Anforderungen in agilen Projekten ist die User‑Story:

As <role> I want <requirement> so that <benefit>

Dieses Template erfasst die Rolle, das Bedürfnis und den Nutzen in einer kompakten Form.

Qualität von Anforderungen

Natürliche Sprache birgt das Risiko der Mehrdeutigkeit. Ambiguitäten können zu Missverständnissen führen und das Projekt gefährden.

Transformationen von natürlichsprachigen Anforderungen können Informationsverlust verursachen. Deshalb sollten solche Transformationen sorgfältig geprüft werden.

Vorlagen vs. Freitext

Der Einsatz von Satzvorlagen reduziert Ambiguitäten, weil sie Struktur erzwingen. Freitext bietet mehr Flexibilität, erhöht jedoch das Risiko von Inkonsistenzen.

Traceability und Dokumentenmanagement

Traceability bedeutet, dass Verbindungen zwischen Arbeitsergebnissen (z. B. Anforderungen, Design, Testfälle) hergestellt und nachverfolgt werden. Dies gewährleistet Konsistenz und erleichtert Änderungen.

Redundante Wiederholungen von Anforderungen in mehreren Dokumenten werden vermieden; stattdessen sollte referenziert werden, um die Übersichtlichkeit zu wahren.

Lebensdauer von Arbeitsergebnissen

Arbeitsergebnisse lassen sich in kurz‑ und langfristige Produkte einteilen:

  • Kurzlebige Produkte dienen der Kommunikation und schnellem Feedback.
  • Langlebige Produkte bilden Baselines, werden versioniert und dienen der Traceability.

Durch die Unterscheidung wird klar, welche Artefakte dauerhaft archiviert und welche nur temporär genutzt werden sollten.

Zusammenfassung

Requirements Engineering ist ein zentraler, systematischer Prozess, der Stakeholder‑Bedürfnisse erfasst, dokumentiert, validiert und verwaltet. Die Unterscheidung zwischen funktionalen und nicht‑funktionalen Anforderungen, die frühzeitige Validierung, das Management von Konflikten und die Sicherstellung von Traceability sind entscheidende Erfolgsfaktoren. Agile Methoden betonen die Anpassungsfähigkeit, während klassische Modelle wie Waterfall klare Phasen definieren. Durch den gezielten Einsatz von Vorlagen, das Vermeiden von Mehrdeutigkeiten und das bewusste Management von Arbeitsergebnissen wird die Qualität der Anforderungen nachhaltig gesichert.